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Deutsche Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2022

2022-11-11 09:46
von Oliver Plohnke
Presse, News
TISCHLER- UND SCHREINERHANDWERK - Deutsche Meisterschaften an BBS Rostrup ausgetragen

Sägen, fräsen und stemmen

Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2022

ROSTRUP. (RLA) Ein wenig unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit wurden drei Tage lang – nach 2017 zum zweiten Mal – die Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rostrup und ihren umfangreichen Werkstätten ausgerichtet worden. Bis auf Sachsen-Anhalt hatten alle Landesverbände ihre Landesmeister entsandt. Zwei Teilnehmer aus Bayern und Baden-Württemberg erreichten mit einer Wild Card das Finale. 17 Teilnehmer, davon drei junge Frauen, stellten sich der Jury und den strengen Augen des Juryvorsitzenden Gunter Kiem.

Aufgaben und Zeitdruck

Einfach ist es nie, den Meistertitel zu erringen. Die Zeit – 19 Stunden verteilt auf zwei Tage – ist knapp und die Gefahr, Fehler zu machen, steigt mit dem Druck. Das diesmal geforderte Sideboard mit seinen 20 Holzverbindungen, davon waren zwölf handwerklich herzustellen, und diversen weiteren Herausforderungen verlangte den jungen Handwerksprofis aus ganz Deutschland alles ab.

Dr. Ole Westerhoff, Schulleiter der BBS Ammerland in Rostrup, begrüßte die Teilnehmer und Gäste der kleinen Feierstunde in der Aula. Er stellte an seinem 51. Geburtstag die vielfältigen Möglichkeiten der BBS heraus, die als zweitgrößte Schule Niedersachsens mit 2650 Schülerinnen und Schülern beste Voraussetzungen in ihren Werkstätten vorhalten und im Schulalltag als Bildungs- und Förderzentrum punkten könne. So werde sie zum bedeutenden Zulieferer fürs Handwerk.

Qualifizierte Ausbildung

Landrätin Karin Harms sagte, dass die Teilnehmer alles Ausnahmetalente seien und durchaus keine „Dünnbrettbohrer“. Ohne qualifizierte Ausbildung der jungen Gesellen in den Heimatbetrieben seien solch’ großartige Ergebnisse gar nicht möglich. Der Leistungswettbewerb sei ein Sprungbrett für den beruflichen Erfolg – und viele Chancen stünden offen: „Alles Gute, bleiben Sie gesund und so engagiert, wie Sie es jetzt schon gezeigt haben.“ Heino Fischer aus Kiel , Vizepräsident von Tisch Schreiner Deutschland im Bundesverband der Tischlerinnung, berichtete von spannenden Arbeiten und motivierten Teilnehmern. Er dankte der BBS für die Ausrichtung sowie der Vielzahl der Sponsoren, die durch ihr Engagement diesen Wettkampf erst ermöglicht hatten.

Dann war es soweit: Nach Sägen, Fräsen und Stemmen, mit Präzisionsarbeit und praktischem Geschick standen die Sieger fest. Die höchste Bewertung mit 90,5 von möglichen 100 Punkten erreichte Sebastian Moser vom Ausbildungsbetrieb der Schreinerei Florian Klein in Steingaden in Oberbayern. Hauchdünn dahinter mit 90 Punkten erlangte Elias Kleespies aus Hessen die Vizemeisterschaft. Paul Weltis aus Baden-Württemberg sicherte sich mit 88,5 Punkten den dritten Platz.

Aufgrund der überragenden Leistungen wurden Moser und Kleespies in die Nationalmannschaft des Schreiner- und Tischlerhandwerks berufen, die für die World Skills 2024 in Lyon trainiert. Die drei Erstplatzierten erhielten jeweils eine Profi-Handmaschine sowie ein entsprechendes Sortiment an L-Boxen.

Erfolg als Sprungbrett

Sieger Florian Moser konnte sein Glück noch gar nicht fassen: „Der Titel kommt für mich vollkommen überraschend. Ich kann mich noch nicht richtig freuen, ich muss es erst noch realisieren, was gerade passiert ist. Trotzdem bin ich schon sehr stolz und sicher, dass der Titel auf meinem weiteren Berufsweg ein Türöffner sein kann.“

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