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Zweijährige Berufsfachschule – Sozialpädagogische Assistenz

Informationen der zweijährigen Berufsfachschule – Sozialpädagogische Assistenz


Ausbildungsziel

Die zweijährige Berufsfachschule – Sozialpädagogische Assistenz - vermittelt alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die Ausübung eines Berufes (i. d. R. als Zweitkraft) im sozialpädagogischen Bereich erforderlich sind.

Die Ausbildung führt zu einem beruflichen Abschluss. Der erfolgreiche Besuch der Berufsfachschule schafft eine Voraussetzung für die weitere Ausbildung zum/zur Erzieher/in.

Aufnahmevoraussetzungen

In die Berufsfachschule kann aufgenommen werden, wer den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss - (oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand) nachweist.

Direkt in die Klasse 2 kann aufgenommen werden, wer

  • nach Abschluss einer mind. zweijährigen Berufsausbildung eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit nachweist

oder

  • die Fachhochschulreife/Abitur nachweist.

Bei einer Aufnahme sind ein ausreichender Immunschutz nachzuweisen und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.

Ausbildungsform/Inhalte

Der Unterricht des zweijährigen Bildungsganges erfolgt in Vollzeitform.

Als „Berufsbezogener Lernbereich - Praxis“ findet neben dem theoretischen Unterricht an zwei Tagen in der Woche die praktische Ausbildung in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen des Landkreises Ammerland statt.

Schüler und Schülerinnen der Klasse 1 absolvieren die praktische Ausbildung in Regel- oder Integrationskindertagesstätten (Alter der Kinder: 3 bis 6 Jahre). In Klasse 2 kann die praktische Ausbildung auch in einer Krippe oder einem Hort erfolgen.

Sonder- bzw. heilpädagogische Einrichtungen sind erst bei Besuch der Fachschule Sozialpädagogik (Ausbildung zur/m Erzieher/in) als Praktikumsstelle möglich.

Stundentafel

Die gültige Stundentafel geht von insgesamt 72 Wochenstunden aus.

Unterrichtsfächer Klasse 1 Klasse 2
Berufsübergreifender Lernbereich    
Deutsch/Kommunikation 1 1,5
Englisch/Kommunikation 2 -
Mathematik 2 -
Politik - 1
Sport - 1
Religion - 1,5
Berufsbezogener Lernbereich - Theorie    
Modul 1 1 2
Modul 2 2 -
Modul 3 4 4
Modul 4 3 3
Modul 5 6 5
Modul 6 - 1
Optionale Lernangebote 2 2
Berufsbezogener Lernbereich - Praxis    
Modul 7 1,5 1,5
Modul 8
(Praktikum im Kindergarten, Krippe, Hort
12 12

 

Module in der BFS Sozialpädagogische Assistenz

Module Klasse 1 Klasse 2
Modul 1 Erwerb der sozialpädagogischen Berufsrolle Entwicklung beruflicher Identität
Modul 2 Vielfalt in der Lebenswelt von Kindern  
Modul 3 Betreuung und Begleitung von Kindern Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern
Modul 4 Erziehung als pädagogische Beziehungsgestaltung Pädagogische Konzepte
Modul 5 Pädagogische Begleitung von Bildungsprozessen I Pädagogische Begleitung von Bildungsprozessen II
Modul 6 Arbeit mit Familien und Bezugspersonen
Modul 7 Reflexion der praktischen Ausbildung I Reflexion der praktischen Ausbildung II
Modul 8 Durchführung der praktischen Ausbildung I Durchführung der praktischen Ausbildung II

 

Die praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung hat einen hohen Stellenwert innerhalb der Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin/zum Sozialpädagogischen Assistenten. Unsere Ausbildung findet im sogenannten „dualen System“ statt, so dass die Schüler und Schülerinnen in Klasse 1 und 2 schulbegleitend jeweils ein Jahrespraktikum in einer Kindertagesstätte absolvieren.

Auf diese Weise ist eine Verzahnung von Theorie und Praxis möglich.

Die praktische Ausbildung erfolgt in der Klasse 1 und 2 schulbegleitend:

In der Klasse 1:

  • Mo, Di und Mi: Unterricht in der Schule
  • Do, Fr: im Kindergarten (Regel- oder Integrationseinrichtung, keine heilpädagogische Einrichtung)

In der Klasse 2:

  • Mo, Di: Praktikum in Krippe, Kindergarten (s.o.) oder Hort
  • Mi, Do und Fr: Unterricht in der Schule

Die praktische Ausbildung wird als separates Modul im Zeugnis ausgewiesen. In Klasse 2 wird eine praktische Abschlussprüfung in der Ausbildungseinrichtung abgenommen.

 

Die Praktikumsstelle

Um als Ausbildungsstelle für eine/n SchülerIn mit der BFS Sozialassistenz der BBS Ammerland zusammenarbeiten zu können, sollen folgende Kriterien beachtet werden:

  • die Ausbildungsstelle ist eine sozialpädagogische Einrichtung, keine Einrichtung für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder. Integrationseinrichtungen sind möglich.
  • die Gruppengröße beträgt mind. 15 Kinder, im Kindergarten besser 20-25 Kinder
  • die/der SchülerIn ist als dritte Kraft zusätzlich in der Gruppe tätig, in einer Krippe zusätzlich als vierte Kraft
  • die/der SchülerIn wird von einer/m ErzieherIn (oder höher qualifizierten sozialpädagogischen Fachkraft) angeleitet
  • pro Gruppe sollte nur ein/e SchülerIn in der Ausbildung zur Sozialassistentin eingesetzt sein - es sei denn, ein/e weitere/r SchülerIn ist an anderen Tagen in derselben Gruppe eingesetzt
  • die Ausbildungszeit in der Einrichtung umfasst mind. 12 Zeitstunden pro Woche (davon mind. 9 Stunden am Kind)
  • der/dem SchülerIn wird die Möglichkeit gegeben, gezielte Angebote/Aktivitäten/ Beschäftigungen in Kleingruppen selbstständig mit und ohne Beobachtung durch die Anleiterin durchzuführen
  • der/die SchülerIn soll die Möglichkeit haben während der Freispielphase mit den Kindern zu spielen
  • mit der/dem SchülerIn soll regelmäßig über ihre/seine Angebote und das allgemeine Verhalten reflektiert werden.

Die SchülerInnen suchen sich in Absprache mit der Klassenlehrerin selbstständig einen Praktikumsplatz in einer sozialpädagogischen Einrichtung des Landkreises Ammerland:

  • Gemeinde Apen
  • Gemeinde Rastede
  • Gemeinde Westerstede
  • Gemeinde Edewecht
  • Gemeinde Wiefelstede
  • Gemeinde Bad Zwischenahn

Ausnahmen: Gemeinde Barßel, Studentenselbsthilfe Kita Oldenburg

Arbeitszeiten in der praktischen Ausbildung

Die praktische Ausbildung zur/zum Sozialpädagischen Assistentin/Sozialpädagischen Assistenten findet in beiden Stufen als Jahrespraktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 und 2 besuchen regulär das gesamte Schuljahr an zwei Tagen die Woche (mind. 12 Stunden) die Ausbildungseinrichtung.

Ein Praktikum im Hort ist nur in Klasse 2 möglich und nur, wenn gewährleistet ist, dass die Auszubildenden mind. 6 Zeitstunden pro Tag eingesetzt werden können. Querein¬steigerInnen müssen 7 – 8 Stunden leisten können. Ist der Hort an einen Kindergarten angegliedert, kann ein Teil der Stunden im Kindergarten absolviert werden. Gleiches gilt für SchülerInnen, die ihre praktische Ausbildung in Klasse 2 in der Krippe durchführen.

Wir empfehlen allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an mind. zwei zusätzlichen Kita-Veranstaltungen, auch wenn diese nicht in der regulären Praktikumszeit liegen: z.B. Elternabend, Laternenfest, Bastelnachmittage mit Eltern, Gottesdienst, Sommerfest usw.

Infos für Quereinsteiger/innen

Quereinsteiger/innen in die Klasse 2 müssen zusätzlich zu den regulären Ausbildungstagen 30 Tage (180 Stunden) absolvieren:

  • mindestens 10 Tage von den 30 Tagen als Sondereinsatz in den Herbst-, Weihnachts- und/oder Zeugnisferien im Gruppendienst/Notdienst am Kind (Pflicht) notfalls auch in den Osterferien
  • restliche Tage/Stunden können aufs Jahr verteilt werden: 15 – 16 Stunden pro Woche statt 12 Stunden (Option)
  • in den Sommerferien unmittelbar vor Ausbildungsbeginn geleistete Praktikums¬zeiten in der Ausbildungseinrichtung können auf die Ausbildung angerechnet werden (max. 2 Wochen = 10 Tage = 60 Stunden, Nachweis erforderlich) (Option)

Abschlüsse und Berechtigungen

Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen, praktischen und ggf. mündlichen Prüfung ab.

Mit dem erfolgreichen Besuch wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte(r) Sozialpädagogische(r) Assistent(in)“ zu führen.

Zudem wird der Erweiterte Sekundarabschluss I erworben. Dieser berechtigt zum Besuch jeder Schule im Sekundarbereich II.

Der Abschluss der BFS Sozialpädagogische Assistenz ist eine Voraussetzung für den Besuch der weiterführenden Fachschule Sozialpädagogik (Erzieher/in). Hierfür ist eine erneute Bewerbung erforderlich.

Weitere Hinweise

Beim Überschreiten der Aufnahmekapazität wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Der Großteil der erforderlichen Lernmittel kann gegen ein Entgelt von der Schule entliehen werden. Darüber hinaus entstehen Kosten für die Beschaffung von Schreib- und Zeichenbedarf, Taschenrechner, Lektüre, für ein Wochenendseminar, für einen Erste-Hilfe-am-Kind-Kurs, für evtl. Exkursionen, für evtl. Impfungen, für das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis.Nach den zurzeit geltenden Bestimmungen ist eine finanzielle Förderung gemäß BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) möglich.

Ansprechpartnerin

Studienrätin Maike Schwarzkopf

+49 4403 9798 0
+49 4403 9798 100


Weiterführende Informationen

Nachfolgend befinden sich verschiedene die Schulform betreffende Dateien (u.a.) in Form von PDFs und Links zu relevanten Webseiten.

Berufsprofil Sozialassistentin
Sie sind kreativ...    
    Sie mögen Kinder...
Sie arbeiten gerne im Team... Berufsfachschule
Sozialassistenz
-Schwerpunkt Sozialpädagogik-
 
    Sie sind verantwortungsbewusst...
  Sie möchten einen "lebendigen" Beruf erlernen...  
    dann sind Sie bei uns richtig!

Berufsfachschule Sozialassistenz an den BBS Ammerland

Der Beruf der Sozialassistentin bzw. des Sozialassistenten ist ein Helferberuf in den Tätigkeitsbereichen sozialpädagogischer Einrichtungen. SozialassistentInnen werden als zweite oder dritte Kraft ohne Gruppenleitungsverantwortung eingesetzt und werden auf Anweisung pädagogisch tätig. Sie erkennen zudem selbstständig Situationen, in denen Assistenz erforderlich ist und handeln entsprechend.

Berufsspezifische Kompetenzen

Die/der staatlich geprüfte/r SozialassistentIn verfügt über

  • Kenntnisse und Fähigkeiten zur praktischen Anwendung von Medien wie Spielen, Büchern, Geräten, Materialien u.ä.
  • Grundkenntnisse über Entwicklung und Erziehung und kann sie situationsbezogen anwenden
  • gruppendynamische Grundkenntnisse
  • die Fähigkeit zur Aufnahme und Aufrechterhaltung einer adäquaten Beziehung zu Kindern (Kommunikation, Umgang, Empathie, Offenheit, Flexibilität, Durchsetzungsvermögen)
  • Distanz- und Reflexionsfähigkeit zur eigenen Rolle, zu eigenen Verhaltensweisen und Haltungen
  • die Fähigkeit zur Identifikation mit der Berufsrolle
  • die Fähigkeit des wertfreien Beobachtens
  • die Fähigkeit, für einen begrenzten Zeitraum innerhalb des Tagesablaufes die Kindergruppe eigenverantwortlich zu betreuen

Abgrenzung des Kompetenzbereiches zur Erzieherin/zum Erzieher

Die/der SozialassistentIn verfügt über keine Zuständigkeit bzw. Befähigung in eigenständiger Verantwortung

  • zur Gruppenleitung oder Vertretung
  • zur PraktikantInnenanleitung
  • zur Elternarbeit (Planung von Elternabenden, Beratungsgespräche)
  • zur Außenpräsentation der Gruppe oder der Einrichtung
  • zur Konzepterstellung
  • zur Erstellung von Entwicklungsberichten
  • Diagnosen zu stellen, die nach außen abgegeben werden

Die SchülerInnen der zweijährigen BFS SozialassistentIn erhalten bei erfolgreicher Prüfung zwar einen beruflichen Abschluss, zusammenhängend gesehen versteht sich dieser Ausbildungsgang aber als den ersten Teil der insgesamt vierjährigen Ausbildung zur/zum ErzieherIn.

Hinweise zur Bewerbung

Erfahrungsgemäß übersteigen die Bewerberzahlen in dieser Schulform die vorhandenen Schulplätze, sodass ein Auswahlverfahren stattfindet.

In diesem Auswahlverfahren werden alle fristgerecht und vollständig vorliegenden Bewerbungen berücksichtigt und nach Eignung und Leistung beurteilt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie eine aussagekräftige Bewerbung einreichen.

Wir benötigen unbedingt

  • Anmeldeformular (Online-Anmeldung)
  • beglaubigte Kopie des Zeugnisses, welches Ihren Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) nachweist
  • tabellarischer Lebenslauf, der neben den üblichen Angaben zum schulischen und beruflichen Werdegang auch Aussagen über Ihre besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse oder pädagogischen (Vor-)Erfahrungen (Belege beifügen!) beinhaltet.

Ein Bewerbungsanschreiben, dem Ihre Berufsmotivation zu entnehmen ist, wäre hilfreich.

Bewerberinnen und Bewerber, die den Realschulabschluss erst im Sommer erhalten, fügen ihrer Bewerbung unbedingt eine beglaubigte Kopie des aktuellen Halbjahreszeugnisses bei.

Die Bewerbungsfrist ist vom 1. bis 20. Februar eines jeden Jahres. Diese Frist ist unbedingt einzuhalten! Verspätete Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Die für eine Aufnahme erforderlichen Nachweise über Ihre persönliche Zuverlässigkeit (erweitertes polizeiliches Führungszeugnis) und über Ihre gesundheitliche Eignung (Immunschutznachweis) benötigen wir noch nicht für das Aufnahmeverfahren. Diese Nachweise brauchen Sie daher Ihrer Bewerbung nicht beizufügen, sondern erst bei einer möglichen Aufnahme zum Einschulungstermin vorlegen. Weitere Informationen erhalten Sie hierzu mit der Zusage für einen Schulplatz.

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